Webinare im Marketing: Alles Wissenswerte für Einsteiger

Webinare und Web-Präsentationen werden aufgrund der kontinuierlich steigenden Beliebtheit von Video-Inhalten zum Erfolgsfaktor. Sie sind das Zukunftsformat im Marketing!

Sollte Webinar-Marketing neu für dich sein, findest du in diesem Blog-Beitrag alles Wissenswerte rund um Webinare: Definition, Nutzen, Vorteile – und ihre Umsetzung!

Was ist ein Webinar?

Webinare (Web-Seminare) sind Video-Präsentationen, Workshops oder Vorträge, die online stattfinden, normalerweise mithilfe von Webinar-Software. Sie sind meist businessbezogen und ermöglichen dir, dein Wissen zu teilen und deine Marke bekannt zu machen – weltweit.

Web-Präsentationen sind eine sehr interaktive Form des Marketings: Sie können Beziehungen aufbauen und pflegen, deinen Expertenstatus stärken und vieles mehr – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Du kannst Webinare sogar für interne Teambesprechungen einsetzen, wenn du Teil eines virtuell arbeitenden Teams bist.

Die Planung eines Webinars ist viel einfacher als die Organisation eines „klassischen“ Seminars oder Vortrags. Das liegt vor allem daran, dass du keinen Veranstaltungsort benötigst, der die geeignete Größe für deine Teilnehmerzahl hat. Zudem kannst du das Webinar aufzeichnen und Menschen aus aller Welt jederzeit zur Verfügung stellen, wenn sie z.B. nicht live teilnehmen können.

Was sind die Vorteile eines Webinars?

Nun weißt du, was Webinare sind. Doch warum brauchst du Webinare?

Wir haben die wichtigsten Vorteile des Formats zusammengestellt:

  • Sie helfen dir beim Aufbau einer Kontaktliste: Jede registrierte Person in deinem Webinar ist ein neuer Abonnent in deiner Datenbank.
  • Webinare etablieren deinen Status als Experte und vertrauenswürdige, zuverlässige Informationsquelle in deiner Branche. Sie ermöglichen dir, dein Fachwissen auf anschauliche Weise an deine Zielgruppe weiterzugeben. Ebenso kannst du Lösungen für Probleme bereitstellen und Bedenken bezüglich deines Produkts ausräumen.
  • Wenn du deine Webinare aufzeichnest, verfügst du über wertvolle Inhalte, die du zu einem späteren Zeitpunkt mit deiner Zielgruppe und mit Neukunden teilen kannst.
  • Indem sie sich registrieren, zeigen Menschen Interesse an deinem Angebot. Sie werden zu qualifizierten Leads, wodurch du sie leichter pflegen und konvertieren kannst.
  • Webinare helfen dir dabei, neue Mitarbeiter auf interessante und unterhaltsame Weise weiterzubilden und einzubinden – wichtige Themen lassen sich mündlich einfach besser erklären als schriftlich.
  • Webinare bieten dir viele Branding-Möglichkeiten. Du kannst die Aufmerksamkeit für deine Marke steigern und deine „Markenstimme“ definieren.

Michael Leszczynski, Content Marketing Manager GetResponse, sagt:

Bei GetResponse spielen Webinare eine wichtige Rolle, und das nicht nur, weil wir Webinar-Software anbieten. Wir setzen sie für das Onboarding neuer Kunden ein, unterstützen so unsere Produkteinführungen und bauen Vertrauen auf, indem wir erstklassige Experten für unsere Webinare einladen.

Wir verwenden dieses Format auch intern für das Onboarding und Training unserer neuen Mitarbeiter, die sich unseren Offsite-Büros anschließen. Sie eignen sich ideal, um Wissen zu teilen, gerade weil die Inhalte aufgenommen jederzeit wiederverwendet werden können.

Webinar-Typen

Es gibt viele Arten von Webinaren, mit denen du spezifische Ziele erreichen oder die Bedürfnisse deiner Zielgruppe und deines Unternehmens befriedigen kannst. Wir stellen hier einige der beliebtesten Inhalte und Techniken vor, die du für deine Webinare und deine Webinar-Marketingstrategie einsetzen kannst. Die Webinar-Typen sind nach den Zielen kategorisiert, die du mit ihnen erreichen kannst:

Webinar-Inhaltstypen

  • Slideshow

Wenn du mit einem Webinar deine Zielgruppe informieren und aufklären möchtest, sollte deine Web-Präsentation ergänzendes Bildmaterial enthalten, das deine Aussagen unterstützt. Hierfür eignen sich Präsentations-Folien am besten.

So gelingen gute Präsentationen in unseren GetResponse-Webinaren:

Schnelltipp: Die erste Folie deiner Präsentation sollte alle wichtigen praktischen Infos enthalten, also Dauer und Inhalte des Webinars und ob es aufgenommen und an die Teilnehmer gesendet wird.

  • Live-Video

Ein Webinar im Live-Format eignet sich besonders gut, wenn du eine engere Beziehung zu deinen Kunden aufbauen oder eine Teambesprechung abhalten möchtest. Es ermöglicht dir, dein Unternehmen auf professionelle Weise von seiner „menschlichen Seite“ zu zeigen. Diese Art von Webinar bietet sich auch an, wenn du eine Video-Präsentation für ein physisches Produkt veröffentlichen möchtest.

  • Chat

Wenn du ein Webinar ausrichtest, kann dein Publikum über die Chat-Option Fragen stellen oder deine beantworten. Wenn du Probleme in Echtzeit löst, untermauert dies deine Expertise und stärkt zudem die Beziehungen zu deinen Kunden. Menschen, die sich von dir ernstgenommen fühlen, lassen sich eher binden und kehren immer wieder zu dir zurück.

  • Whiteboard

Mit einem Whiteboard kannst du komplexe Themen visualisieren. Indem du Diagramme und Bilder live ergänzt, Zeichnungen erstellst oder verschiedene Konzepte von Grund auf skizzierst, unterstützt du deine Zuschauer dabei, deinen Gedanken und Ideen besser zu folgen.

Ein GetResponse Webinar im Whiteboard-Modus

Schnelltipp: Vergiss beim Erklären von Konzepten während eines Webinars nicht, dein Publikum interaktiv einzubinden! 😉

  • Vorab aufgezeichnetes Webinar

Wenn du eine Online-Präsentation zu einem bestimmten Thema mehrmals oder sogar regelmäßig hältst, kannst du stattdessen ein im Vorfeld aufgezeichnetes Webinar einsetzen. Diese Option ist auch enorm sinnvoll, wenn du ein Webinar mit einem Gastreferenten veranstaltest: Terminfindungsprobleme sind so schnell gelöst!

Hast du eine ausgefeilte Präsentation erarbeitet und aufgezeichnet, musst du zum Startzeitpunkt des Webinars nur noch den Startbutton drücken. Um sicherzustellen, dass die Präsentation persönlich bleibt und deine Zielgruppe zufrieden ist, kannst du den Chat aktivieren und aufkommende Fragen live beantworten, während das aufgezeichnete Webinar abgespielt wird.

Dies ist gängige Praxis in SaaS-Unternehmen, die für ihre neuen Kunden regelmäßig Webinare für Produktschulungen abhalten.

  • Screen-Sharing

Wenn ein Thema online eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erfordert, gibt es keine bessere Option als das Teilen deines Bildschirms. Die Teilnehmer sehen genau, welche Schritte du ausführst, und können dir dabei folgen. Dieses Format eignet sich besonders für das Onboarding neuer Nutzer einer Software.

Screen-Sharing eignet sich auch, wenn du deine Präsentation mit speziellen Programmen oder Tools erstellt hast, z.B. mit Prezi. Da sie nicht auf Folien basieren, bietet es sich an, deinen Bildschirm mit deinem Publikum zu teilen.

Dasselbe gilt, wenn du statt einer Präsentation mehrere Apps oder Dateien teilst, wie z.B. Spreadsheets. Statt Screenshots aufzunehmen und diese in deine Präsentation zu integrieren, kannst du einfach deinen Bildschirm teilen und zwischen den verschiedenen Apps hin und her wechseln.

  • Umfragen

Ein Umfragetool liefert dir und deiner Zielgruppe Statistiken und Informationen, die es sonst nirgendwo gibt. Um DSGVO-konform zu bleiben, kannst du dabei natürlich bestimmen, was und wie anonymisiert wird.

Webinar-Typen und ihre Ziele

1. Weiterbildung

Möchtest du eine Zielgruppe auf deinem Fachgebiet weiterbilden, sind Webinare einer der effektivsten Wege dafür. Setze gut vorbereitete Folien oder ein Whiteboard-Video ein, da Visualisierungen in solchen Webinaren besonders wichtig und hilfreich sind.

Zögere außerdem nicht, externe Fachreferenten um eine Zusammenarbeit zu bitten. Bei Weiterbildungen kommt das besonders gut an!

2. Produkt-Webinare

Wenn du möglichst vielen Menschen dein Produkt vorstellen möchtest, kannst du anstelle einer Vor-Ort-Veranstaltung ein Webinar ausrichten. Erstelle dafür eine detaillierte Präsentation und achte darauf, alle (potenziellen) Fragen zu beantworten. Mit diesem Webinar-Typ kannst du die Teilnehmer unterhaltsam informieren und dein Produkt smart einbinden, sodass du möglichst viele deiner Leads direkt zu Kunden machen kannst. Außerdem kannst du Feedback zu deinem Produkt einholen und ggf. Änderungen vornehmen.

3. Nutzer-Onboarding

Wenn dein Unternehmen ein Software-Anbieter ist, kannst du enorm davon profitieren, ein Webinar für das Onboarding der Nutzer anzubieten. Stelle sicher, dass der Lernmodus so einladend wie möglich ist, und lade neue Nutzer direkt ein, an deinem Webinar teilzunehmen. Es sollte regelmäßig – zum Beispiel einmal im Monat – für Newbies organisiert werden. Nutze auch Screen-Sharing für das Onboarding-Webinar, um die Einsteiger visuell zu unterstützen und jeden Schritt „live“ zu zeigen.

4. Mitarbeiterschulungen und Teambesprechungen

Webinare, die Conversions zum Ziel haben, sind für dein Unternehmen natürlich direkt von Vorteil. Das sollte dich jedoch nicht daran hindern, Webinare auch für Teambesprechungen und die Weiterbildung deiner Mitarbeiter einzusetzen. Gerade, wenn du z.B. ein virtuelles oder für Präsenzmeetings zu großes Team führst, kann es euch die Arbeit vereinfachen.

5. Leadgenerierung und Listenaufbau

Wenn sich Interessierte zu deinen Webinaren registrieren, erhältst du Mailadressen. Diese dienen dir als Ausgangsbasis, um wertvolle interessierte Leads zu generieren, die du – richtig gepflegt – später zu Kunden machen kannst. Wenn du dein Webinar für die Registrierung auf mehreren Kanälen bewirbst, solltest du dich auf eine Persona konzentrieren, die du erreichen möchtest. Du kannst außerdem mithilfe von Marketing-Funneln gebührenpflichtige und kostenlose Webinare hosten.

6. Kundenbindung und -pflege

Mit inspirierenden Webinaren kannst du die Bindung zu Abonnenten pflegen, die bereits an Bord sind – und ebenso neue Kunden für deine Marke gewinnen. Dank deiner Webinare sind sie immer über deine neuen Produkte und andere Neuigkeiten informiert. Das persönliche Verhältnis, das du so zu ihnen aufbaust und pflegst, ist ausschlaggebend, um sie auch langfristig für dich zu gewinnen. Außerdem können sie dir auf diese Weise Fragen stellen – und du sie direkt beantworten!

Umsetzung und Best Practices

Wenn du dich fragst, wo du bei der Erstellung eines Webinars anfangen sollst, haben wir dir hier einige Tipps zusammengestellt und die notwendigen Schritte beschrieben.

1. Lege Thema, Titel und Format fest

Überlege dir als Erstes, welchen Zweck dein Webinar hat und welche Ziele du damit verfolgst. Soll es z.B. Leads generieren, deine Kontaktliste ausbauen, ein Produkt verkaufen oder dir beim Onboarding neuer Nutzer helfen?

Entscheide dich danach für ein konkretes Thema. Welches wichtige Wissen kannst du innerhalb etwa einer Stunde an dein Publikum weitergeben? Wenn du Inspiration benötigst, kannst du dir die Statistiken deiner anderen Inhalte ansehen: Was leitet viel Traffic auf deine Website? Woran ist deine Zielgruppe am meisten interessiert? Welche Fragen tauchen regelmäßig auf? So kannst du höheres Interesse und Commitment sicherstellen.

Denke daran, bei allen Angaben präzise zu bleiben. So können die Teilnehmer nachvollziehen, wofür sie sich anmelden und welches Thema konkret besprochen wird. „Ganz nebenbei“ wird zudem die SEO deiner Landing Page verbessert.

Für einen Titel kannst du eine Frage in Erwägung ziehen, z.B. „Wie erziele ich mit einem Webinar Verkäufe? Kostenloses Webinar mit *bekannter branchenspezifischer Influencer*“. Gib außerdem an, ob sich das Webinar an Einsteiger, Fortgeschrittene oder Experten richtet. So vermeidest du negative Rückmeldungen zum Level („das wusste ich alles schon“ oder „das war viel zu kompliziert“).

Wenn du dich für ein Thema entschieden hast, kannst du auswählen, welches Webinar-Format am besten dazu passt.

2. Finde dein Team

Im Zuge der Vorbereitungen für dein Webinar musst du einen qualifizierten Moderator finden. Dabei sollte es sich um eine Person handeln, die

  • sich mit dem Thema auskennt,
  • keine Angst vor öffentlichen Reden und schwierigen Fragen hat,
  • charismatisch ist und
  • vielleicht auch mit ein bisschen Stress gut umgehen kann.

Dein Webinar kann übrigens mehr als einen Moderator haben, wenn du das für sinnvoll erachtest.

Du kannst zudem einen Assistenten ernennen, der sich um den Chat kümmert und die Fragen des Publikums beantwortet, während der Referent seine Präsentation hält.

Wenn du das perfekte Team für deine Webinar-Inhalte gefunden hast, solltest du sicherstellen, dass auch die technische Seite deines Webinars abgedeckt ist: Vergewissere dich, dass

  • du eine gute Internetverbindung hast,
  • man dich hören und (falls gewünscht) sehen kann.

3. Plane den Inhalt deines Webinars

Eine gute Planung ist immer entscheidend, so auch bei deinem Webinar, das von Anfang bis Ende begeistern soll.

Webinare, die chaotisch von Thema zu Thema springen, sind nicht sehr hilfreich und bleiben nicht in Erinnerung – zumindest nicht positiv. Wenn du dein Webinar jedoch richtig planst, kann es dein Versprechen halten und den perfekten Inhalt und die ideale Inhaltsmenge für deine Zielgruppe aufweisen.

Die Gliederung

Wenn du dir über Thema und Ziel deines Webinars im Klaren bist, sollte die Erstellung einer Gliederung nicht allzu schwer sein. Webinare haben eine durchschnittliche Dauer von 30 bis 60 Minuten. Versuche, dich daran zu orientieren. Wenn du dein Webinar im Vorfeld aufzeichnest, kannst du vorher ein Storyboard erstellen, wie es auch ein Filmregisseur tun würde.

Die Struktur

Die Inhalte deines Webinars sollten so ansprechend und relevant sein, dass deine Teilnehmer bis zum Ende dranbleiben. Du kannst zur Unterstützung am Anfang einen Bonus in Aussicht stellen, um einen Anreiz zu bieten, bis zum Ende zuzuschauen. Dann solltest du auf natürliche und nicht aufdringliche Art auf dein kostenpflichtiges Angebot verweisen, wenn dies zum Ziel deines Webinars gehört. Dafür gilt die sogenannte 80-20-Regel: 80 % deines Webinars sollten aus soliden Inhalten bestehen, 20 % kannst du auf die Promotion deines Produkts verwenden.

Beginne immer damit, deine Teilnehmer zu begrüßen. Frage sie z.B., wo sie sich gerade aufhalten, um sie von Anfang an einzubinden.

Sorge dafür, dass die Teilnehmer überzeugt sind, mit deinem Webinar die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Erkläre z.B., wie sie von dem Webinar profitieren werden. Stelle das Thema verständlich vor – und dann auch dich selbst. Beginne die Inhalte möglichst mit einer interessanten Geschichte, um eine Vertrauensbasis zu schaffen, aber halte dich kurz.

Plane am Schluss immer etwas Zeit für eine Fragerunde ein. Erwähne dies am Anfang, damit deine Teilnehmer das wissen und Zeit haben, sich Fragen zu überlegen.

Wie lange sollte ein Webinar dauern?

Wie gesagt, dauert ein Webinar in den meisten Fällen zwischen 30 und 60 Minuten. Bei einer Stunde kannst du eine 45-minütige Präsentation und eine Fragerunde einplanen.

Dies ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Wenn du gut strukturierte und in sich stimmige Inhalte hast, deren Präsentation länger als eine Stunde dauert, ist das in Ordnung. Bedenke aber dabei, dass Teilnehmer bei längeren Videos besser interagieren, wenn diese live sind. Möchtest du hingegen eine kurze Präsentation im Stil eines TED-Talks halten, kannst du sie problemlos in ein On-Demand-Webinar umwandeln.

4. Bereite Technik & Umgebung vor

Bevor du schließlich mit deinem Webinar beginnst, musst du noch ein paar Dinge berücksichtigen.

Stelle sicher, dass du über eine Kamera verfügst. Eine funktionierende Laptop-Kamera ist hier ausreichend. Hinzu kommt ein funktionsfähiges Mikrofon, dessen Einstellungen an die Umgebung angepasst sind.

Apropos Umgebung: Wähle eine geeignete Kulisse für dein Webinar. Das kann dein Büro oder vielleicht sogar dein Wohnzimmer sein, solange du dabei professionell bleibst. Vergewissere dich außerdem, dass du während des Webinars nicht gestört wirst, weder an der Tür noch am Telefon. Das bringt dich aus dem Konzept und stört die Konzentration deiner Teilnehmer.

Um das Pannenrisiko zu minimieren, solltest du am Ende noch deine Internetverbindung prüfen, das Ladekabel deines Laptops einstecken und automatische Updates abstellen.

Teilst du deinen Bildschirm mit den Teilnehmern, solltest du außerdem dringend alle unnötigen Tabs in deinem Browser schließen und deinen Desktop etwas ausmisten!

Logge dich etwa 20 Minuten vor dem geplanten Meeting in den Webinar-Raum ein und überprüfe, ob alles funktioniert.

5. Nimm im Vorfeld selbst an Webinaren teil

Wenn du noch nie an einem Webinar teilgenommen hast, kannst du dir kein rechtes Bild davon machen, was Vorbereitung und Umsetzung eines Webinars wirklich beinhalten. Suche deshalb vorab nach ein paar Webinaren mit erfahrenen Hosts (zum Beispiel einflussreiche Personen in der Branche) und schau sie dir genau an. Notiere alles, was du interessant findest – von der Landing Page des Webinars bis zur Sprechweise des Referenten. Überlege, was du in deine eigene Vorbereitung einbeziehen kannst, was dir nicht gefallen hat, welche Fehler du vermeiden möchtest, was du besser machen kannst etc.

6. Plane dein Webinar

Wann ist der beste Zeitpunkt, um ein Webinar anzubieten?

Der perfekte Zeitpunkt lässt sich nur schwer festlegen, als Faustregel gilt jedoch, dass Webinare zwischen Dienstag und Donnerstag am besten besucht werden – wobei der Dienstag als Gewinner hervorgeht. An den anderen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Menschen im Urlaub sind. Dennoch hast du zu den perfekten Dienstags-Zeiten das Problem, mit vielen anderen Playern zu konkurrieren, vor allem, weil die meisten Menschen nur ein Webinar pro Woche besuchen möchten. Man könnte meinen, dass Webinare, die am späten Nachmittag stattfinden, potenziellen Teilnehmern am meisten zusagen, weil sie dann nicht arbeiten müssen. Doch Statistiken zeigen, dass die meisten bevorzugt um 10 Uhr oder 11 Uhr morgens an Webinaren teilnehmen möchten.

Bei Webinaren mit internationalen Teilnehmern hast du es zudem mit unterschiedlichen Zeitzonen zu tun. Wenn sich deine Zielgruppe auf einem anderen Kontinent befindet, musst du möglicherweise auch deinen Schlaf opfern und eine Nachtschicht einlegen. Unabhängig von der Zeitzone solltest du darauf achten, das Webinar in niemandes Mittagspause zu legen.

Erwähne bei der Bewerbung deines Webinars unbedingt, dass es aufgenommen wird. So wissen Interessenten, dass sich eine Anmeldung auch lohnt, wenn sie nicht live teilnehmen können, weil sie später die Aufnahme erhalten.

7. Bewerbe dein Webinar

Um Teilnehmer bei deinem Webinar zu haben, müssen sich Menschen dafür registrieren. Dafür sind nicht nur die Inhalte des Webinars entscheidend, sondern auch, wie du es bewirbst.

Landing Pages für Webinare

Erstelle eine Landing Page mit einer Einladung, welche die Menschen dazu anregt, sich zu registrieren, und teile ihnen hier alle relevanten Informationen im Vorfeld mit.

Verfasse einen kurzen Text, in dem du das Thema vorstellst. Hebe in Stichworten hervor, was die Teilnehmer erwartet. Integriere dann ein Anmeldeformular, über das deine Leads ihre Namen und Mailadressen hinterlassen können, und ergänze es um einen eindeutigen CTA-Button („Call to Action“) wie z.B. „Registrieren“.

Vergiss nicht, dich und dein Team als Hosts vorzustellen. Es ist eine nette Geste, die den Grundstein deiner neuen Beziehungen bilden kann.

Den folgenden letzten Schritt solltest du niemals vergessen: Den Termin benennen! Weise klar darauf hin, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit dein Webinar stattfindet. Erwähne dabei auch die Zeitzone, wenn du Teilnehmer aus aller Welt erwartest.

Weiter unten findest du ein Beispiel einer Registrierungsseite, die wir für eines unserer Webinare eingesetzt haben.

Willst du Aufmerksamkeit und Spannungsbogen erhöhen, kannst du in GetResponse auch einen Countdown auf deiner Landing Page platzieren.

Banner, Pop-ups, Anzeigen

Platziere mindestens eine Woche vor deinem Webinar an einer exponierten, auffälligen Stelle ein Banner auf deiner Website oder auf deinem Blog. Auch hier ist der CTA-Button sehr wichtig: Vermittle ein Gefühl der Dringlichkeit, indem du Formulierungen wie „Platz sichern!“ oder „Jetzt registrieren!“ verwendest. Verlinke diesen Button auf deine Landing Page.

Du kannst deine Veranstaltung auch über Pop-up-Formulare auf deiner Website bewerben, wenn du einen noch direkteren Weg suchst, auf dem sich Teilnehmer registrieren können.

Werbe dort, wo sich deine Zielgruppe aufhält! Wenn du weißt, dass sie bevorzugt über Social Media kommuniziert (z.B. Facebook oder Instagram), kannst du Social Ads erstellen, die auf die Registrierungsseite verlinken. Probiere den GetResponse Social Ads-Editor aus, wenn du tolle Vorlagen verwenden und in kürzester Zeit Video-Promos erstellen möchtest.

Verbreite die Nachricht

Wenn du in Social Media (z.B. Twitter) eine Follower-Gemeinde hast, kannst du das zu deinem Vorteil nutzen, auf dein Webinar aufmerksam machen – und möglicherweise gleich ein paar neue Follower gewinnen. Überlege dir einen Hashtag für dein Event, um die Teilnehmer vor, während und nach dem Webinar einzubinden und die Interaktion mit ihnen zu ermöglichen.

Teile Links und gib einen Vorgeschmack auf dein Webinar. Weise kurz vor dem Start darauf hin, dass es bald los geht, damit deine Teilnehmer in Echtzeit daran erinnert werden, während sie durch ihre Feeds scrollen.

E-Mail Einladungen

Du kannst mit deinem Webinar deine Kontaktliste ausbauen – und bei der Gelegenheit auch deine bestehenden Abonnenten per E-Mail zu deinem Webinar einladen.

Überlege dir zuerst eine ansprechende Betreffzeile. Um schnell ersichtlich zu machen, was du mit der E-Mail bewirbst, kannst du das in Klammern direkt angeben:

Wenn du für dein Webinar einen Experten gewonnen hast, kannst du hier gleich seinen oder ihren Namen fallen lassen 😉.

Gehe im Text nicht nur auf die Details und das Thema des Webinars ein. Sprich hier bereits die Schmerzen deiner Interessenten an und erkläre, wie das Webinar diese diskutiert oder gar löst. Erst dann solltest du ins Detail gehen und Ablauf, Zeitpunkt, Dauer und Registrierung erläutern.

8. Übung macht den Meister

Starte dein erstes Webinar niemals unvorbereitet! Bei einer Präsentation flexibel zu bleiben, ist sicher wichtig – Improvisation jedoch ist hier fehl am Platz. Übe an den Tagen vor deinem Webinar und gehe sicher, dass alles glatt läuft und du überzeugend und kompetent wirkst. Auch dein Team sollte unmittelbare Erfahrung mit Webinar-Software und -Inhalten haben. Eine Generalprobe mit allen Involvierten eignet sich ideal als Trockenübung!

Unser Tipp: Hüte dich davor, in letzter Sekunde noch Änderungen vorzunehmen. Das führt normalerweise zu Chaos anstelle der erwünschten Verbesserung und verursacht unnötigen Stress.

9. Sende Erinnerungsmails

Wie gesagt, gibt es außer Einladungsmails noch mehr E-Mails, die du versenden solltest.

Durchschnittlich nimmt nur ein Drittel der Personen, die sich registriert haben, an einem Webinar teil. Dem kannst du entgegenwirken und sicherstellen, dass die meisten dein Webinar nicht verpassen.

Personen, die sich für deine Veranstaltung registriert und dir ihre Mailadresse hinterlassen haben, erwarten von dir, dass du dich für die Registrierung bedankst.

Erinnere sie im nächsten Schritt an das anstehende Webinar. Marketer sind sich überwiegend einig, dass die besten Versandzeitpunkte für Erinnerungsmails folgende sind:

  • eine Woche vorher
  • eine Stunde vorher
  • 5 Minuten vorher

Sendest du registrierten Personen eine Woche vor dem Event eine Erinnerung, motivierst du sie dazu, das Datum in ihren Kalender einzutragen.

Die E-Mail, die du 5 Minuten vor Beginn des Webinars versendest, vermittelt ein starkes Gefühl der Dringlichkeit: Sie ist tatsächlich für den größten prozentualen Anteil an Teilnehmern verantwortlich!

Bei all diesen E-Mails ist es äußerst wichtig, dass du professionell UND persönlich rüberkommst. Eines meiner Lieblingsbeispiele hierfür ist die E-Mail von GetResponse-Mitarbeiter Irek Klimczak. In der Betreffzeile stellte er folgende Frage: „Schaffst du es, heute teilzunehmen?“ Diese Zeile brachte ihm erstaunliche Ergebnisse ein: Die E-Mail generierte eine Öffnungsrate von 42,41 % und eine Click-Through-Rate von 3,67 %! Die Rate jener, die sich registriert hatten und teilnahmen, stieg um 5 %. Die E-Mail regte einige außerdem dazu an, persönlich auf sie zu antworten. Du siehst: Es lohnt sich!

10. Und Action! Das Webinar

Eine Stunde vor Start wird es Zeit. Bereite dich vor und bringe in Erfahrung, mit wie vielen Teilnehmern du es zu tun haben wirst.

Halte auch ein Glas Wasser parat. Konzentriere dich noch einmal und gehe das Programm durch. Lass dich durch nichts ablenken und bleibe möglichst ruhig – schließlich sind viele Menschen gespannt zu hören, was du zu sagen hast. Viel Glück!

Wie nehme ich ein Webinar auf?

Vielleicht möchtest du dein Webinar aufnehmen, um es später wiederzuverwenden. Teile dies deinem Publikum unbedingt mit, bevor du beginnst! Eine Aufzeichnung ist über den Aufnahmebutton im Menü möglich und wird normalerweise als mp4-Datei gespeichert. Stelle hierbei sicher, dass du die Zeitbeschränkung nicht überschreitest.

Wenn du mit der Aufzeichnung von Webinaren vertraut bist, kannst du in Erwägung ziehen, On-Demand-Webinare einzusetzen, um sie neuen Leads schnell, jederzeit und von jedem beliebigen Standort aus verfügbar zu machen, auch lange nach der eigentlichen Aufzeichnung.

On-Demand-Webinare

Du bist davon überzeugt, dass dein Webinar so gut ist, dass du es promoten und für die Leadgenerierung einsetzen möchtest, lange nachdem es stattgefunden hat? Dann verwende es nachhaltig – als „On-Demand-Webinar“ („Webinar auf Abruf“)! So kannst du seine Haltbarkeit extrem verlängern.

Weitere Vorteile von On-Demand-Webinaren:

  • sie verursachen keine Zeitzonen-Probleme mehr,
  • machen weniger manuelle Arbeit,
  • haben ein höheres Interaktionspotential und
  • stellen eine permanente und automatisierte Methode für deinen Listenaufbau dar.

11. Setze Follow-ups ein!

Nach dem Ende des Webinars beginnt die Nachbereitung. Unterschätze ihre Relevanz nicht und lass dir nicht zu viel Zeit.

Wenn du das Webinar aufgezeichnet hast, kannst du die Aufnahme an alle schicken, die sich registriert haben, aber nicht teilnehmen konnten.

Auch wenn Teilnehmer keinen Kauf getätigt haben, heißt das nicht, dass sie keine wertvollen Leads sind. Möglicherweise benötigen sie einfach nur weitere Informationen. Versuche, dies herauszufinden und die Informationen zu liefern.

Bitte um Feedback, das du zur Verbesserung deiner zukünftigen Webinare einsetzen kannst. Biete zusätzliche Inhalte, Tipps oder Quellen, um deine Leads zu pflegen und sie durch deinen Sales-Funnel zu leiten – und sie schließlich zu Kunden zu machen.

Wie kannst du dein Webinar packender gestalten?

Es gibt viele rhetorische Mittel, die einen Vortrag oder eine Präsentation fesselnd gestalten. Webinare bieten dir jedoch mehr und einfachere Optionen, mit denen du dein Publikum interaktiv packen und begeistern kannst.

Im Folgenden stellen wir einige Möglichkeiten vor:

  • Schaffe kurzweilige Wartezeiten!

Begrüße zeitnah die ersten Teilnehmer und erkläre, dass du einen Moment warten wirst, bis weitere Teilnehmer erscheinen. Frage die bereits anwesenden Teilnehmer, woher sie kommen, in welcher Branche sie arbeiten usw.

  • Sei empathisch und sympathisch!

Beginne dein Webinar, indem du dich vorstellst und den Teilnehmern so ermöglichst, sich mit dir zu identifizieren. Sie wissen bereits, dass du Experte bist – sonst hätten sie sich nicht für dein Webinar registriert. Nun musst du ihnen zeigen, dass du ihnen gegenüber aufgeschlossen bist und sich in sie hineinversetzen kannst. Damit schaffst du Bindung und Vertrauen.

  • Zeige Leidenschaft bei deinem Thema!

Wenn du selbst uninteressiert erscheinst, wird auch dein Publikum sich nichts aus der Präsentation machen. Dir macht dein Produkt, deine Idee oder dein Wissen Spaß, ebenso wie das Webinar – lass das deine Teilnehmer spüren!

  • Schweife ab – aber nur relevant!

Lese nicht nur den Text auf deinen Folien ab. Du kannst hin und wieder Exkurse vornehmen, wenn es für das Webinar oder deine Zielgruppe relevant ist. Solange du es nicht übertreibst, kannst du auch Bezüge zum Alltaggeschehen oder einen kleinen Witz einbauen ;).

  • Bleibe wachsam!

Halte regelmäßig kurz inne und frage die Teilnehmer, ob sie bisher folgen können. Stelle sicher, dass sie sich damit wohlfühlen, dir mitzuteilen, womit sie Probleme haben – und ändere etwas, wenn dem nicht so ist.

  • Beantworte Fragen!

Im Verlauf deines Webinars kann es passieren, dass Teilnehmer dir z.B. bei einem abstrakten Konzept nicht folgen können. Wenn eine drängende Frage aufkommt, beantworte diese am besten direkt. Dadurch zeigst du deine Wertschätzung, hilfst den Teilnehmern und erleichterst ihnen die konzentrierte Mitarbeit.

  • Verlass dich auf dein Team!

Manchmal ist es schwierig, den Fragen der Webinar-Teilnehmer gerecht zu werden. In solchen Fällen musst du dich auf dein Team-Mitglied verlassen können, das den Chat auf professionelle Weise leitet.

Ein Gastauftritt während des Webinars kann ein wertvolles Überraschungselement sein: Die Teilnehmer werden allein durch den Stimmwechsel „aufgerüttelt“ und freuen sich zudem meist über die Chance, von einem weiteren Experten zu lernen. Falls nötig, kannst du so die Aufmerksamkeit des Publikums zurückgewinnen!

  • Stelle Fragen!

Das Webinar interaktiv zu gestalten, heißt nicht nur, Fragen zu beantworten. Animiere deine Teilnehmer während des Webinars zum Beispiel mit einem kurzweiligen Pop-up-Quiz. Die Antworten kannst du entweder direkt oder am Ende mit ihnen teilen.

  • Bitte um Feedback!

Wenn du nach Feedback fragst, hast du drei wesentliche Vorteile: Erstens werden die Teilnehmer in der Kommentar-Funktion aktiv. Zweitens liefern sie dir Hinweise, was du in Zukunft verbessern kannst und was gut ankam. Und der schönste Bonus: Gutes Feedback wird dir den Tag versüßen!

Wie erstelle ich ein zahlungspflichtiges Webinar?

Mit kostenlosen Webinaren kannst du

  • die Bekanntheit deiner Marke steigern,
  • qualitativ hohe Leads generieren,
  • dein Angebot präsentieren,
  • ein Meeting abhalten.
Doch vielleicht möchtest du noch mehr von deinem Webinar profitieren – und bist überzeugt, dass die vermittelten Inhalte eine Investition wert sind. Dann solltest du ein zahlungspflichtiges Webinar hosten.

Denke daran, dass dein Publikum von einem zahlungspflichtigen Webinar natürlich mehr erwartet als von einem kostenlosen. Zudem solltest du dich beim Hosten eines zahlungspflichtigen Webinars davor hüten, am Ende Upselling zu betreiben. Und eine Danke-Mail ist hier unbedingt angesagt!

Du kannst mit GetResponse einfach und schnell einen Funnel für zahlungspflichtige Webinare erstellen und für die Bezahlung zwischen den vier vertrauenswürdigsten Zahlungsanbietern wählen. Mit einem Webinar-Funnel kannst du leichter die Funnel-Stufen einrichten, nämlich

  • Anmeldeseite,
  • Willkommensmail nach der Registrierung,
  • Verkaufsseite,
  • Bestätigungsseite.
Sobald diese Schritte eingerichtet sind, kannst du über den Funnel sehen, wie viele Personen ihn abgeschlossen und sich für dein kostenpflichtiges Webinar registriert haben.