Eine Landing Page für deinen Newsletter: Wofür, wie & Tipps?

11 Min.
Aktualisiert:

Wer einen erfolgreichen Newsletter auf die Beine stellen möchte, braucht vor allem zwei Dinge: Einen regelmäßig erscheinenden Newsletter – und Abonnenten, die diesen Newsletter lesen. Während die Erstellung eines Newsletters heutzutage unkompliziert möglich ist, beißen sich viele Menschen am zweiten Punkt die Zähne aus: Wie komme ich denn nun zu mehr Newsletter-Abonnenten?

Eine Möglichkeit, um User dazu zu bewegen, euren Newsletter zu abonnieren ist eine eigene Landing Page dafür zu erstellen. Darum soll es in diesem Beitrag gehen: Ich möchte euch die Vorteile einer Newsletter Landing Page erklären und aufzeigen, worauf ihr bei der Erstellung einer solchen Landing Page besonders achten sollt. Zu guter Letzt möchte ich euch drei Best-Practice-Beispiele für solche “Landeseiten” präsentieren. Legen wir also gleich los – untenstehend findet ihr eine Übersicht über den Inhalt dieses Beitrags.

Vorteile einer Newsletter Landing Page

Im E-Mail Marketing gibt es verschiedene Kanäle, die ihr nutzen könnt, um eure Kontaktliste zu vergrößern: Ihr könnt Nutzer auf eurer Website, einem Blog oder über die sozialen Medien dazu einladen, euren Newsletter zu abonnieren. Aber auch Landing Pages eignen sich hervorragend dazu, neue Abonnenten zu gewinnen – aus guten Gründen.

Nur ein einziges Conversion-Ziel

Landing Pages verfolgen nur ein einziges Conversion-Ziel, etwa den Kauf eines Produkts, der Download eines Whitepapers zur Leadgenerierung oder eben das Gewinnen neuer Newsletter-Abonnenten. Das ist einer der größten Vorteile dieses Seitentyps: Ihr könnt sie strukturell, inhaltlich und optisch auf ein einziges Ziel hin optimieren – anders etwa als Unternehmens-Websites, die zahlreiche Zielgruppen ansprechen und zahlreiche Funktionen erfüllen müssen.

Fokussierte Zielgruppenansprache

Landing Pages ermöglichen, anders als große Websites, Social-Media-Profile oder andere Kommunikationskanäle, eine extrem fokussierte Zielgruppenansprache. Da diese Seiten recht klein sind und meist nicht viel Text enthalten, könnt ihr deshalb sogar unterschiedliche Landeseiten für unterschiedliche Zielgruppen anlegen.

Suchmaschinenwerbung und -optimierung

Landing Pages lassen sich besonders effektiv für Suchmaschinen optimieren. Sie drehen sich schließlich nur um ein einziges Thema – entsprechend stark könnt ihr auf spezifische Keywords hin optimieren. Noch dazu könnt ihr mit Suchmaschinenwerbung (SEA) auch sehr kurzfristig viele mögliche Abonnenten, für die euer Newsletter relevant sein könnte, auf eure Landing Page holen.

Überzeugende Präsentation aller Vorteile

Die wohl wichtigste Frage, die potenzielle Abonnenten haben könnten, ist die Frage nach dem Wieso: Wieso sollte man euren Newsletter unbedingt abonnieren? Es liegt einzig an euch, diese Frage zufriedenstellend zu beantworten. Die gute Nachricht: Eine Landing Page bietet die perfekte Möglichkeit dazu! Hier könnt ihr auf den Punkt bringen, welchen Nutzen, welchen Mehrwert und welche Alleinstellungsmerkmale eure E-Mails genau bietet. Ob ihr das in kurzer, klarer Manier in Form von Stichpunkten macht oder ob ihr lieber etwas Storytelling betreiben möchtet, ist dabei ganz euch überlassen.

Ein klarer Call-to-Action

Habt ihr auch schon mal gefühlte Stunden damit zugebracht, durch eure Netflix-Bibliothek zu scrollen und euch nicht entscheiden zu können, was ihr schauen wollt? Ein Überangebot an Entscheidungsmöglichkeiten führt häufig dazu, dass es uns nicht leichter, sondern schwerer fällt, uns zu entscheiden. Man spricht dann vom “Shiny Object Syndrome”, ein Phänomen, das darauf anspielt, dass wir uns von leuchtenden oder glitzernden Dingen ablenken lassen. Das Shiny Object Syndrome taucht auch (und vor allem) online auf, wo die schiere Menge an Interaktionsmöglichkeiten zu Rastlosigkeit und Entscheidungsschwäche führen kann. Mit einer Landing Page, die nur auf einen einzigen, klaren Call-to-Action hin optimiert ist, reduziert ihr die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Syndrom auftritt.

Verbesserte Tracking-, Analyse- und Optimierungsmöglichkeiten

Eure Möglichkeiten, Besucherzahlen oder Absprungraten in den sozialen Medien oder auf externen Websites einzusehen und zu analysieren sind bestenfalls begrenzt, schlimmstenfalls gar nicht erst vorhanden. Anders ist es mit einer eigenen Landing Page: Nutzt ihr ein Tool wie GetResponse zur Erstellung eurer Newsletter Landing Page, stehen euch gleichzeitig auch zahlreiche Analyse- und Auswertungsoptionen zur Verfügung. So sehr ihr genau, wie viele Personen eure Seite besucht haben, woher sie gekommen sind und welcher Prozentsatz der Besucher auch tatsächlich zu Abonnenten geworden ist.

Und weil selbst die beste Analyse nichts bringt, wenn man nicht entsprechend ihrer Ergebnisse optimiert, bietet ein gutes Tool euch auch Optimierungsmöglichkeiten: Bei GetResponse sind das beispielsweise A/B-Tests, SEO Tools mit und ohne KI-Unterstützung, dynamische oder getimte Pop-ups und Push-Benachrichtigungen für bestimmte Zielgruppensegmente oder bestimmte, vordefinierte Ereignisse sowie professionell gestaltete Vorlagen für ganze Seiten und einzelne Anmeldeformulare, die wir aufgrund ihres effektiven, konversionsstarken Designs in unsere Template-Bibliothek aufgenommen haben.

Welches Ziel kann eine Newsletter Landing Page verfolgen?

Eure Landing Page kann theoretisch zwar unterschiedliche Ziele verfolgen – aber so solltet ihr die Seite keinesfalls aufbauen!

Eure Newsletter Landing Page sollte konsequent nur ein einziges Ziel verfolgen: Die Website-Besucher davon zu überzeugen, sich für euren Newsletter anzumelden. Dafür sollten die Besucher natürlich einen oder mehrere gute Gründe haben – und diese Gründe solltet ihr auf eurer Landing Page möglichst klar rüberbringen. Vielleicht bietet euer Newsletter besonders kostbare Infos zu einem bestimmten Thema, vielleicht verschickt ihr stattdessen von Zeit zu Zeit attraktive Rabattcoupons, fest steht aber: Der Above-the-Fold-Bereich der Landing Page sollte sofort klar machen, worum es geht, und alle Inhalte der Seite sollten auf einen bestimmten Punkt hinarbeiten: Den CTA.

Auch beim Call-to-Action ist weniger mehr: Verwendet nur einen einzigen CTA auf eurer Landing Page, der klar zum Abonnieren des Newsletters auffordert. Es mag verlockend sein, auch Links zu euren Social-Media-Profilen, eurem Blog oder Online-Shop auf der Landing Page einzubauen – das erhöht jedoch nur die Gefahr, dass eure Besucher am oben beschriebenen Shiny Object Syndrome erkranken.

Eine Newsletter Landing Page erstellen: Schritt für Schritt

Mit GetResponse ist es ein Kinderspiel, eure Landing Page anzulegen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Erstellung der Seite sogar von unserem KI-Assistenten übernehmen lassen – für diese Anleitung werden wir uns aber selbst eine Landing Page bauen.

  1. Zunächst melden wir uns in unserem GetResponse-Konto an. Anschließend wählen wir “Landing Pages” und dort das Feld “Erstellen” aus.
Landing Page erstellen - Start

2. Nun haben wir die Möglichkeit, ein passendes Landing Page Template auszuwählen, oder uns eine Landing Page vom KI Kampagnen-Generator erstellen zu lassen. Für dieses Beispiel werde ich mir aber ein Template aussuchen, es individualisieren und mit eigenem Text bestücken.

Landing Page Vorlagen


3. Ich gründe für dieses Beispiel ein fiktives Unternehmen namens thinkbig., das Solo-Selbstständigen, Freelancern und Unternehmen mit Infomaterialien und Coachings dabei hilft, erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten. Weil thinkbig. sich vor allem auf den Bereich Online Marketing konzentriert und ich auf der Landing Page etwas Storytelling betreiben möchte, wähle ich ein Template, das (zumindest meiner Meinung nach ;)) optisch zu unserem Vorhaben passt.

4. Wir geben unserer Landing Page nun einen Namen, der aber nur für uns sichtbar ist. Im späteren Verlauf sollten wir deshalb unbedingt die SEO-Einstellungen aufrufen, um den Titel entsprechend zu ändern, da sonst der Name der Seite als Titel verwendet wird.

5.. Wir landen nun im Landing Page Editor und können unsere Seite gemäß unserer Vorstellungen anpassen. Das grundlegende Design und die Farbgebung gefallen mir gut, für dieses Beispiel werde ich auch die Bilder unverändert lassen. Im Above-the-Fold-Bereich nehme ich die Social-Media-Links raus, um keine zusätzlichen Absprungpunkte zu geben. Außerdem setze ich mein Unternehmenslogo und den Firmennamen ein und verfasse eine Headline, die sofort klar macht, worum es geht und hoffentlich auch etwas Neugierde weckt.

Landing Page Editor - GetResponse

6. Ich befülle den Rest der Seite mit passenden Überschriften und Texten – dabei baue ich immer wieder den “Weg nach oben” bzw. “Weg zu den Sternen” als Storytelling-Element ein. Den vorhandenen Link relativ weit oben auf der Seite wandle ich in einen Anker-Link um, der nur ein Stück weiter nach unten zum “Angebot” führt. Dann folgt der CTA: Wir bieten den Besuchern der Website einen kostenlosen “Business-Leitfaden” als Leadmagneten an, wenn sie sich für den Newsletter eintragen. Das Formular für das Abonnement ist letztlich der einzige CTA auf der Seite. Unterhalb des CTA platziere ich noch ein Zitat einer (fiktiven) Kundin als Trust-Element ein – bei einer echten Landing Page für ein echtes Unternehmen solltet ihr natürlich auch ein echtes Zitat einer echten Person einholen.


7. Wenn wir mit den Inhalten der Landing Page zufrieden sind, können wir durch einen Klick auf das „Rädchen-Symbol“ oben rechts den SEO-Titel, die Beschreibung der Landing Page sowie das Favicon der Seite anpassen. Natürlich können wir auch jederzeit zwischenspeichern und später an der Seite weiterarbeiten. Über die Vorschau-Funktion können wir außerdem bereits einen Blick darauf werfen, wie die Seite später aussehen wird – auf dem Desktop gefällt sie mir schon sehr gut, leider wird die Headline auf mobilen Geräten unschön gebrochen. Ich passe also einfach über den Schieberegler die Größe der Headline an, bis sie auch auf Smartphones toll aussieht.

Mobile Ansicht - Landing Page für Newsletter Marketing

8. Natürlich können wir auch den Call-to-Action individualisieren, mit zusätzlichen Feldern ausstatten oder als Pop-up-Formular anlegen. Ich belasse das Formular aber so wie es ist. Ich stelle außerdem ein, dass Besucher auf eine Danke-Seite weitergeleitet werden, wenn sie ihre E-Mail-Adresse eingetragen haben. Auf Wunsch können wir zudem weitere grafische Elemente, Countdowns, Videos, Pop-ups und weitere benutzerdefinierte Elemente einbauen.

Landing Page Vorschau

9. Im nächsten Schritt gibt uns GetResponse die Möglichkeit, den Erfolg unserer Landing Page durch Analytics- und Remarketing-Tools zu beobachten. Auch Google Ads Conversion Tracking ist hier verfügbar.

10. Das war’s schon – unsere Landing Page ist bereit zur Veröffentlichung!

Das könnte euch auch interessieren:

3 Best-Practice-Beispiele für Newsletter Landing Pages

Ihr seht: Newsletter-Anmeldeseiten müssen das Rad nicht neu erfinden – sie müssen lediglich bestimmten Gestaltungs- und Inhaltsregeln folgen, um möglichst effektiv zu sein. Zahlreiche kleine bis große Unternehmen befolgen diese Tipps ebenfalls – und das möchte ich euch anhand der folgenden drei Beispiele zeigen.

  1. Chefkoch

Chefkoch ist nicht nur das wohl größte deutschsprachige Rezeptportal, sondern sogar eine der beliebtesten Websites überhaupt in Deutschland, mit unfassbaren 22 Millionen Mitgliedern. Dennoch hält Chefkoch es mit seiner Landing Page einfach: Die Seite ist übersichtlich und punktet mit lebhaften, farbenfrohen Bildern, die die Geschmacksnerven kitzeln. Die H1 macht mit “Frische Inspiration in dein Postfach” sofort klar, worum es auf der Seite geht. Die Besucher werden durch die erforderlichen Schritte zur Anmeldung geleitet – und zwar auf maximal simple Art und Weise: Schritt 1 ist die Auswahl des gewünschten Newsletters, etwa ein täglicher Rezept-Newsletter oder wöchentliche Back-Inspiration. Schritt 2: “Gib hier deine E-Mailadresse ein” – so einfach kann es sein!

Landing Page Chefkoch
  1. Zalando

Auch Zalando ist ein riesiges Unternehmen, das sogar an der Börse notiert ist. Die Regeln für eine gute Landing Page gelten aber auch für diesen Bekleidungsriesen: Zalandos Landing Page für ein Newsletter-Abonnement des Tochterunternehmens Zalando Outlet ist unmissverständlich gut. Schon auf den ersten Blick erhalten Seitenbesucher einen guten Grund für die Newsletter-Anmeldung: 10 Euro für alle, die ihre E-Mail-Adresse hinterlegen. “So einfach geht’s”, verspricht Zalando weiter unten auf der Seite und beschreibt in drei übersichtlichen Schritten, was die Abonnenten tun sollen und was sie danach zu erwarten haben. Die Seite enthält tatsächlich zwei CTAs, die aber beide an den gleichen Ort führen: Zum Anmeldeformular.

Landing Page Zalando
  • SEOFOMO

Last but not least, eine Seite aus dem Bereich Online- und E-Mail-Marketing: SEOFOMO ist ein beliebter, englischsprachiger Newsletter rund um Entwicklungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Und dass der Newsletter so beliebt ist, macht die Seite auch jedem Besucher sofort klar: “SEOFOMO ist der Newsletter, um in Sachen SEO auf dem Laufenden zu bleiben”, verspricht die erste Headline. Gleich daneben, noch im Above-the-Fold-Bereich, befindet sich mit dem Anmeldeformular auch der einzige CTA der Seite. Und wenn ein Besucher sich erst noch überzeugen lassen möchte, listet SEOFOMO-Gründerin Aleyda Solis weiter unten auf der Seite die besten Gründe für ein Abonnement auf (“Ich verschicke den Newsletter, den ich als SEO-Profi gern selber erhalten würde”).

Landing Page SEOFOMO

Häufig gestellte Fragen zu Newsletter Landing Pages

Was ist eine Newsletter Landing Page?

Eine Newsletter Landing Page ist eine Landing Page, also eine kurze Website ohne Unterseiten, die darauf abzielt, dass ihre Besucher sich für ein Newsletter-Abo eintragen.

Brauche ich eine Landing Page für meinen Newsletter?

Nein, du brauchst nicht unbedingt eine Landing Page für deinen Newsletter – aber es kann nicht schaden, da diese Seiten extrem effektive Marketingkanäle sein können, wenn man einige Tipps beherzigt.

Was gehört auf eine Newsletter Landing Page?

Mehrere Elemente sind für eine solche Landing Page unverzichtbar:

  • Ein aufmerksamkeitserregender Above-the-Fold-Bereich, der sofort klarmacht, worum es auf der Seite geht.
  • Eine recht kurze Erklärung darüber, was du oder dein Unternehmen tun und welche Vorteile das für den Besucher hat.
  • Die besten Argumente dafür, deinen Newsletter zu abonnieren – gerne auch als Stichpunkte.
  • Ein glasklarer Call-to-Action, der zum Abonnieren des Newsletters einlädt sowie das dazugehörige Anmeldeformular.
  • Ein Cookie-Banner sowie alle im Sinne der DSGVO erforderlichen, rechtlichen Hinweise.
  • Im besten Fall: Tolle, ausdrucksstarke Bilder, ein passendes Design und überzeugende Texte.

Was ist der Unterschied zwischen einer Website und einer Landing Page?

Eine Website ist eine größere Onlinepräsenz für Personen, Unternehmen, Organisationen oder einzelne Produkte. Websites umfassen meist mehrere (Unter-)Seiten mit ausführlichen Informationen zum Produkt oder Unternehmen.

Im Gegensatz dazu ist eine Landing Page deutlich knapper, umfasst meist nur eine Seite und zielt ausschließlich darauf ab, die Besucher zu einer bestimmten Aktion zu bewegen – der sogenannten Conversion. Das kann etwa ein Download, das Ausfüllen eines Formulars oder der Kauf eines Produkts sein.


Tobias Stahl
Tobias Stahl
Tobias Stahl ist freiberuflicher Autor und Copywriter für GetResponse. Dem Schreiben als solches widmet sich Tobias schon seit mehr als zehn Jahren; in den vergangenen acht Jahren durfte er seine Nase zudem in fast alle Bereiche des Online Marketings stecken, vom Inbound- und Content Marketing über Social Media bis hin zur Suchmaschinenoptimierung. Für GetResponse behält Tobias die neuesten Entwicklungen und Trends im Online Marketing im Blick, um für seine Leser untersuchen, vergleichen, und erklären zu können. Mehr über Tobias erfährst du auf seiner Website oder ganz einfach via LinkedIn.
Share