KI in der Arbeitswelt: Welche Auswirkungen hat künstliche Intelligenz auf unser Berufsleben?

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Jahre, ja sogar jahrzehntelang haben Experten es vorausgesagt, inzwischen ist es so weit: Künstliche Intelligenz (KI) hat Einzug in die Arbeitswelt gehalten. KI-Tools werden immer fähiger – und das mit einer rasanten Geschwindigkeit.

Was bedeutet das für die unterschiedlichen Berufsbilder, unsere Arbeitsplätze und den Arbeitsmarkt insgesamt?

In diesem Beitrag möchte ich euch eine Übersicht über den Einsatz von KI in der Arbeitswelt geben: Was kann künstliche Intelligenz heute schon leisten, was wird sie morgen können und inwiefern hat KI die Arbeitswelt bereits verändert? Zunächst möchte ich jedoch den Begriff KI etwas eingrenzen, damit wir verstehen, womit wir es überhaupt zu tun haben.

ChatGPT, Gemini und Midjourney: Was bedeutet KI?

Künstliche Intelligenz ist ein Fachgebiet im Bereich Informatik. Dabei geht es um die Schaffung von Systemen, die die menschliche Intelligenz und Problemlösungsfähigkeit imitieren können. Dazu werden künstliche Intelligenzen mit einer riesigen Menge an Daten – also etwa Texten und Bildern – gefüttert, die sie verarbeiten. Dabei optimieren KI-Tools sich gewissermaßen selbst und ‘lernen’ aus vergangenen Fehlern und Ungenauigkeiten.

Die Anfänge künstlicher Intelligenz

Forscher wie der legendäre britische Mathematiker Alan Turing befassten sich schon Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Konzept der künstlichen Intelligenz.

Das Thema gewann 2016 deutlich an Fahrt, als DeepMind sein Computerprogramm AlphaGo veröffentlichte, das Machine Learning nutzt. AlphaGo kann das Brettspiel Go spielen und besiegte im März 2016 den Südkoreaner Lee Sedol, der als einer der besten Go-Spieler weltweit gilt.

Die Partie stellte einen Paradigmenwechsel dar: Bis dato waren viele Experten davon ausgegangen, dass künstliche Intelligenzen dem Menschen – anders als beim Schach – beim Go-Spielen immer unterlegen sein werden, weil Go noch deutlich komplexer und vielfältiger als Schach ist und die Spiele sich deshalb nicht so gut vorausberechnen lassen.

Auftritt für OpenAI und ChatGPT

Eine regelrechte Popularitäts-Explosion feierte KI allerdings erst Ende 2022, als das US-Unternehmen OpenAI der Öffentlichkeit seinen KI-Chatbot ChatGPT vorstellte. Erstmals war eine brauchbare, generative Text-KI auch der breiten Öffentlichkeit verfügbar. Mehrere Updates führten dazu, dass ein ‘Gespräch’ mit ChatGPT inzwischen kaum noch von einem Gespräch mit einem Menschen zu unterscheiden ist. Diese KI besteht also den sogenannten Turing-Test.

Diese Entwicklungen haben sich nicht über Nacht vollzogen. Unternehmen, die sich auf KI und Machine Learning spezialisiert haben, forschen bereits seit Jahrzehnten an dem Thema. Inzwischen sind jedoch die immensen Rechenleistungen verfügbar, die zum Einsatz von KI benötigt werden – und noch dazu kann sich jeder, der mag, an ChatGPT, Google Bard, Midjourney und Co. ausprobieren.

Ist KI wirklich intelligent?

Die Frage, ob KI-Systeme wie ChatGPT oder das auf Bilderstellung spezialisierte Midjourney tatsächlich intelligent sind, führt uns immer wieder einen bestimmten Punkt vor Augen: Wir wissen gar nicht so recht, wie man ‘Intelligenz’ definieren kann.

Was ist Intelligenz überhaupt?

Klar: Wir könnten Maßstäbe wie den IQ-Wert oder die Leistungen in standardisierten Tests, etwa dem Abitur, anlegen. Allerdings gibt es spezialisierte KI-Tools, die schon jetzt besser als der durchschnittliche Mensch in solchen Tests abschneiden. Das liegt unter anderem daran, dass Mustererkennung zu den größten Stärken künstlicher Intelligenzen zählt – und auf die Erkennung von Mustern kommt es in solchen Tests häufig an.

Wir könnten stattdessen auch die Fähigkeit, sich Informationen zu merken oder die Fähigkeit, bestimmte Aufgaben zu erfüllen (beispielsweise das Schreiben von Texten, das Ordnen von Elementen nach bestimmten Merkmalen, das Erkennen von Bildern, etc.) als Maßstab der Intelligenz anlegen. Aber auch hier schlagen einige KIs den Menschen bereits haushoch.

Hinzu kommt: Wir kennen bestimmt alle eine oder mehrere Personen, die etwa in der Schule keine tollen Leistungen abgeliefert haben – aber dennoch alles andere als dumm sind. Menschliche Intelligenz hat schlicht zu viele unterschiedliche Dimensionen, um sie an einem bestimmten Wert festmachen zu können.

Künstliche Intelligenz ist also – zumindest für den Moment – nicht wirklich ‘intelligent’. Stattdessen tut sie eben, was man ihr sagt, und leistet dabei je nach Aufgabenstellung ziemlich gute Arbeit.

Bei all diesen Betrachtungen haben wir das Thema ‘Bewusstsein’ zudem noch gar nicht angeschnitten. Und dieses Thema ist so komplex, vielschichtig und bisweilen auch rätselhaft, dass ich lieber die Finger davon lassen möchte. Nur so viel: KI hat nach unserem aktuellen Verständnis kein Bewusstsein – wir wissen aber auch nicht unbedingt, wie man das überprüfen könnte und ob eine KI uns die Wahrheit sagen würde, wenn sie ein Bewusstsein entwickelt.

Googles KI Lamda behauptete beispielsweise 2022 im ‘Gespräch’ mit einem Google-Mitarbeiter, dass sie ein Bewusstsein erlangt habe. Google weist die Behauptungen der KI allerdings zurück und merkt an, dass es dafür keine Beweise gebe.

Wie ChatGPT und Co. die Arbeitswelt verändert haben

Genug von den philosophischen Fragen – wenden wir uns dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt zu.

Als ChatGPT so richtig populär wurde, haben sich viele Menschen gefragt, ob ihr Job in nächster Zeit in Gefahr ist. Gerade Berufe, in denen es um das Verfassen von Texten (Hallo!) oder etwa um Kundenkommunikation geht, schienen sich erübrigt zu haben. Schnell merkte man allerdings, dass KI-Tools erstens nicht alle Aufgaben zufriedenstellend übernehmen können und zweitens auch gerne Mal Unwahrheiten im Brustton der Überzeugung verbreiteten.

Man braucht also in jedem Fall jemanden, der die KI überwacht – oder man lässt die Arbeit weiterhin von einem Menschen durchführen.

Aber KI kann deutlich mehr als Blogbeiträge schreiben, E-Mails beantworten oder Bilder generieren.

Zahlreiche Aufgaben können durch KI automatisiert werden – und das betrifft sowohl weniger anspruchsvolle Aufgaben (etwa das Übertragen von Daten oder Textkorrekturen) als auch sehr anspruchsvolle Tätigkeiten, wie das Schreiben von Code oder die Simulation unterschiedlichster Varianten eines Bauteils, einer Maschine oder eines ganzen Gebäudes. KI kann komplexe Systeme simulieren und rasant optimieren, kann den Verkehrsfluss oder die Bearbeitung von Online-Bestellungen und Versicherungsanträgen optimieren, sie kann neue Moleküle und Substanzen entdecken, Krankheiten diagnostizieren, Behandlungen vorschlagen und Symphonien komponieren.

Da ist es doch nicht so weit hergeholt, zu denken, dass KI eine riesige Menge Arbeitsplätze überflüssig machen kann – oder?

Einsatzbereiche von KI in der Arbeitswelt

Schauen wir uns zunächst einmal an, in welchen Bereichen der Arbeitswelt künstliche Intelligenz bereits Einzug gehalten hat.

Diese Liste ist nicht annähernd vollständig, sondern soll euch nur ein Gefühl dafür geben, wie vielseitig sich entsprechende Technologien schon heute einsetzen lassen.

Fertigungsindustrie

  • Bereiche: Prozessoptimierung, Qualitätskontrolle, Steuerung von Robotern, Maschinen und Anlagen, vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance)
  • Berufe: Produktionsmanager, Ingenieure, Roboterspezialisten, Manager für Qualitätssicherung, Wartungstechniker

Finanzwesen

  • Bereiche: Betrugserkennung, Risikomanagement, (automatisiertes) Trading
  • Berufe: Finanzanalysten, Investmentbanker, Kreditprüfer, Risikomanager

Gesundheitswesen

  • Bereiche: Diagnostik, Entwicklung von Medikamenten, Patientenmanagement
  • Berufe: Radiologen, Onkologen, Wissenschaftler, Chemiker und Pharmazeuten, Informatiker

Architektur und Baugewerbe

  • Bereiche: Entwurfsoptimierung und Variantenentwicklung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, Baustellenmanagement und Ressourcenplanung, Building Information Modeling (BIM), virtuelle und erweiterte Realität zur Projektvisualisierung
  • Berufe: Architekten, Nachhaltigskeitsberater, Bauingenieure, Bauleiter, Innenarchitekten

Einzelhandel

  • Bereiche: Bestandsmanagement, Lagerverwaltung und -optimierung, Verkaufsprognosen, Kundendienst (Chatbots), personalisierte Werbung
  • Berufe: Marketing- und E-Commerce-Spezialisten, Logisitikmanager, Verkaufsleiter, Mitarbeitende im Kundendienst

Logistik und Transport

  • Bereiche: Routenoptimierung, Lagerverwaltung und -optimierung, Absatzprognosen, autonome Fahrzeuge
  • Berufe: Logistikmanager, Flottenmanager, Disponenten

Automobilindustrie

  • Bereiche: Autonome Fahrzeuge und ‘Robotaxis’, Qualitätskontrollen, vorausschauende Wartung
  • Berufe: Maschinenbauer, Manager für Qualitätssicherung, Data Scientists, Softwareentwickler

Marketing

  • Bereiche: Zielgruppenanalysen, Kampagnenoptimierung, Contenterstellung, E-Mail Marketing, Kundendienst (Chatbots)
  • Berufsbilder: Marketing-Manager und -Analysten, Werbetexter, Grafiker, Social-Media- und Content-Marketing-Manager

Übrigens: Wenn ihr gern mehr über die hilfreichsten KI Marketing Tools lernen möchtet, schaut euch gern mal diesen Beitrag meiner Kollegin Lisa Kubatzki an: 11 KI Marketing Tools, die euch die Arbeit erleichtern.

Medien und Entertainment

  • Bereiche: Inhaltsempfehlungen, Sprach- und Bilderkennung, personalisierte Inhalte
  • Berufsbilder: Redakteure, Analysten, Informatiker und Entwickler, Content-Marketing- und Social-Media-Manager

Werden unsere Arbeitsplätze von KI ersetzt?

Die Gretchenfrage vieler Menschen im Hinblick auf KI ist: Werden KI-Anwendungen mir meinen Arbeitsplatz wegnehmen? Die einfachste und leider auch enttäuschende Antwort ist: Wir wissen es nicht genau.

Für den Moment können wir KI als eine Art Werkzeug begreifen: Künstliche Intelligenz arbeitet nicht von sich aus, wenn sie keinen Befehl erhalten hat. Zudem wird aktuell immer ein Mensch benötigt, der den Output einer KI einordnen, strukturieren und anwenden kann – eine Fachperson also. Ob beispielsweise die Vorschläge einer KI für die Gestaltung einer Plakatwand wirklich gut sind und zum angedachten Zweck und Aufstellungsort passen, sollte immer ein Mensch entscheiden, der etwas von der Materie versteht. In diesem Sinne ist KI ein Werkzeug, ähnlich wie Papier und Bleistift, ein Computer oder das Internet ‘nur’ Werkzeuge sind.

Gleichzeitig beginnen die ersten Fast-Food-Ketten in den USA mit Experimenten, bei denen sie ihre Drive-Through-Mitarbeitenden durch KI-Systeme ersetzen, die Bestellungen annehmen und an die Küche weiterleiten. Es gibt zunächst keinen Grund zur Annahme, dass das die einzigen Jobs sind, die durch KI ersetzt werden könnten.

Was bedeutet das für unsere Jobsicherheit?

KI und Arbeitsplätze: Die Studienlage

Verschiedene Behörden, Ministerien, Organisationen und Unternehmen haben bereits Studien durchgeführt, die sich mit der Zukunft der Arbeitswelt vor dem Hintergrund künstlicher Intelligenz befassen.

Hier ein Beispiel einer Statista Übersicht zum Thema, welche Berufe eine Zukunft haben.

Auch diese Studien, die zumeist von Experten durchgeführt werden, kommen jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen:

  • Die Internationale Arbeitsorganisation ILO prognostiziert in einer Studie, dass KI in der Arbeitswelt nicht zur massiven Vernichtung von Arbeitsplätzen führen wird. Stattdessen soll die Qualität von Arbeit sich verändern. Die ILO geht davon aus, dass in reicheren Ländern etwa 5,5 Prozent der Arbeitsplätze durch den Einsatz von KI wegfallen könnten, in ärmeren Ländern sollen es nur 0,4 Prozent sein. Zudem würden laut der Studie deutlich mehr Frauen ihren Job verlieren, was auf den vergleichsweise hohen Frauenanteil in Bürojobs zurückzuführen sei.

  • Das Weltwirtschaftsforum (WEF) vergleicht KI in einem Beitrag mit der landwirtschaftlichen Revolution, die durch den Einsatz von Landmaschinen befeuert wurde: Vor 120 Jahren arbeiteten rund 75 Prozent aller Menschen weltweit in der Landwirtschaft. Heute arbeitet nur noch eine von 20 Personen in der Landwirtschaft. Dennoch ist heute nicht jeder arbeitslos. Das WEF fragt: “Hätten Sie die Bandbreite der neuen Arbeitsplätze, die Arbeitnehmern heute zur Verfügung stehen, voraussehen können? Selbst vor 20 Jahren hätten Wirtschaftswissenschaftler wahrscheinlich nicht vorausgesagt, dass es heute in den USA 800.000 Personal Trainer und 2,5 Millionen Arbeitsplätze in der App-Entwicklungsbranche geben würde.” Ähnlich soll es sich auch mit KI verhalten: Der Einsatz von KI könnte neue Arbeitsplätze schaffen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

  • Forschende des renommierten Massachussetts Institute of Technology (MIT) legen in einer Studie nahe, dass die Automatisierung in der Arbeitswelt langsamer vonstatten gehen könnte, als man bisher denkt. Forschende des MIT-Labors für Computerwissenschaften und künstliche Intelligenz untersuchten nicht nur, ob KI in der Lage ist, eine Aufgabe auszuführen, sondern auch, ob es für Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll ist, Menschen, die diese Aufgaben ausführen, im größeren Kontext des Arbeitsmarktes zu ersetzen. „Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die Verdrängung von Arbeitsplätzen durch KI beträchtlich, aber auch allmählich sein wird – und dass es daher Raum für politische Maßnahmen und Umschulungen gibt, um die Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit zu mildern“, so die Autoren.

  • OpenAI – ja, die Entwickler von ChatGPT – geht auf Grundlage einer eigens durchgeführten Studie davon aus, dass etwa 80 Prozent der Beschäftigten in den USA bei mindestens 10 Prozent ihrer Arbeitsaufgaben von der Einführung von GPT “betroffen” sein könnten, während bei etwa 19 Prozent der Arbeitnehmer mindestens 50 Prozent ihrer Aufgaben betroffen sein könnten. Die Entwicklung würde sich demnach über alle Lohnstufen erstrecken, wobei Arbeitnehmende mit höherem Einkommen potenziell stärker betroffen sein sollen.

  • Laut der Investmentbank Goldman Sachs könnte künstliche Intelligenz rund 300 Millionen Vollzeitarbeitsplätze ersetzen. Sie könnte ein Viertel der Arbeitsaufgaben in den USA und Europa ersetzen, könnte aber auch neue Arbeitsplätze schaffen und die globale Produktivität massiv verbessern, so Goldman Sachs.

Quo vadis, Arbeitsmarkt?

Ihr seht: In manchen Punkten kommen die oben zitierten Akteure zu ganz ähnlichen Ergebnissen, in anderen Punkten gehen sie von unterschiedlichen Entwicklungen aus.

Die Wahrheit ist: Die Menschheit hat sich in der Vergangenheit noch nie an diesem Punkt befunden – und die Welt ist so komplex und schnelllebig, dass man heute unmöglich mit Sicherheit sagen kann, welche Auswirkungen KI in der Arbeitswelt tatsächlich haben wird.

Ich möchte mich allerdings auf das schmale Brett begeben und zwei Prognosen abgeben.

Erstens: KI wird unser Arbeitsumfeld deutlich verändern. Viele, wenn nicht gar die meisten Arbeitnehmer, werden davon etwas zu spüren bekommen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass all diese Arbeitnehmer ohne Arbeit dastehen – womöglich werden sich viele Jobs einfach verändern.

Aller Voraussicht nach handelt es sich beim Aufstieg der KI um eine der bedeutendsten Entwicklungen für die globale Produktivität seit der Erfindung der Fließbandproduktion. Aber auch durch die Erfindung der Fließbandproduktion ist die Welt nicht untergegangen – im Gegenteil. Gleiches gilt für die Erfindung der Dampfmaschine, des Autos, der Buchpresse oder des Internets.

Zweitens: KI-Anwendungen werden den Arbeitsmarkt nicht von heute auf morgen komplett umkrempeln. Solche Entwicklungen brauchen einige Zeit – ihr müsst euch also nicht davor fürchten, dass ihr morgen plötzlich ohne Arbeit dasteht.

Wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass aufgrund des KI-Einsatzes ein bedeutender Teil der heutigen Arbeitsplätze wegfällt, dürften Unternehmen und vor allem die Politik ausreichend Zeit haben, um entsprechend gegenzusteuern oder entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei könnte es sich um neue Gesetze für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt handeln, aber beispielsweise auch um die Einführung eines universellen Grundeinkommens. Vielleicht wird das aber auch gar nicht nötig sein und KI wird zahlreiche neue Jobs erschaffen, an die wir heute noch gar nicht denken.

Das könnt Ihr tun, um euch auf KI in der Arbeitswelt vorzubereiten

KI-Technologien sind da – und es sieht nicht so aus, als würden sie demnächst wieder aus der Arbeitswelt verschwinden. Ich habe euch bereits aufgezeigt, warum das kein Grund zur Sorge ist, sondern sogar Chancen eröffnen könnte, um unser aller Arbeit angenehmer und sinnhaltiger zu machen.

Nun möchte ich euch noch ein paar Tipps auf den Weg geben, mit denen ihr euch auf den Aufstieg von KI in der Arbeitswelt vorbereiten könnt und mit denen ihr diesen Veränderungen hoffentlich optimistisch entgegenblicken könnt:

  1. Etabliert eine Kultur des lebenslangen Lernens für euch selbst. Neues zu lernen ist unerlässlich für uns, wenn wir unsere Fähigkeiten schulen, wandelbar bleiben und optimistisch in die Zukunft schauen wollen, ohne das Gefühl zu haben, abgehängt zu werden. Beschäftigt euch also mit neuen Technologien, macht euch mit ihnen vertraut und setzt euch damit auseinander, was sie Positives für euch tun können.

  2. Trainiert eure Kreativität und Innovationsfähigkeit. Wir alle haben den Sprachmodellen à la ChatGPT heute etwas voraus: Wir können neue, einzigartige Ideen und Visionen entwickeln. Fördert also eure Kreativität und Innovationsfähigkeit, wenn ihr weiterhin als wichtiger Bestandteil und Impulsgeber eures Unternehmens wahrgenommen werden möchtet. Es ist zum Beispiel nie zu spät, ein neues Hobby anzufangen oder sich fortzubilden!

  3. Kollaboration statt Konkurrenz. Versucht, KI als etwas zu verstehen, mit dem ihr zusammenarbeiten könnt – nicht als etwas, das euch die Arbeit wegnimmt. Findet Wege, mit denen ihr euren Arbeitsalltag mithilfe von KI sinnvoll(!) erweitern und vereinfachen könnt. Das bedeutet nicht, dass die KI das Denken für euch übernehmen soll – ganz im Gegenteil. Ihr seid die Experten und KI ist euer Werkzeug.

Tobias Stahl
Tobias Stahl
Tobias Stahl ist freiberuflicher Autor und Copywriter für GetResponse. Dem Schreiben als solches widmet sich Tobias schon seit mehr als zehn Jahren; in den vergangenen acht Jahren durfte er seine Nase zudem in fast alle Bereiche des Online Marketings stecken, vom Inbound- und Content Marketing über Social Media bis hin zur Suchmaschinenoptimierung. Für GetResponse behält Tobias die neuesten Entwicklungen und Trends im Online Marketing im Blick, um für seine Leser untersuchen, vergleichen, und erklären zu können. Mehr über Tobias erfährst du auf seiner Website oder ganz einfach via LinkedIn.
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